Ausgangslage
Viele deutsche Städte leiden unter den gleichen Problemen: Staus, stockender Verkehr, hohe Lärmbelastung, Luftverschmutzung und unnötig hohe CO₂-Emissionen. Ein wesentlicher Grund dafür ist nach Ansicht der DEUTSCHE-PARTEI-DP nicht allein die Zahl der Fahrzeuge, sondern ein unzureichendes Verkehrsmanagement.
Grundsatz: Der Verkehr muss fließen.
1. Die Grüne Welle wieder einführen
Früher konnten Autofahrer auf Haupt- und Ringstraßen häufig über längere Strecken fahren, ohne an jeder Kreuzung anhalten zu müssen. Die Ampeln waren aufeinander abgestimmt – die sogenannte Grüne Welle.
Heute erleben Verkehrsteilnehmer dagegen häufig eine „Rote Welle“. Fahrzeuge müssen ständig abbremsen, anhalten und wieder beschleunigen. Dadurch entstehen:
- längere Fahrzeiten,
- höherer Kraftstoffverbrauch,
- unnötige CO₂-Emissionen,
- stärkere Lärm- und Abgasbelastung,
- höherer Verschleiß an Fahrzeugen.
Jeder Bremsvorgang vernichtet Bewegungsenergie, die anschließend durch zusätzlichen Kraftstoff wieder aufgebaut werden muss.
Vorschlag: Die Grüne Welle auf geeigneten Hauptverkehrsstraßen wieder konsequent einführen.
2. Mehr Einbahnstraßen in engen Wohngebieten
Viele innerstädtische Straßen sind beidseitig zugeparkt und für Gegenverkehr zu schmal. Treffen zwei Fahrzeuge aufeinander, müssen beide anhalten und aufwendig rangieren.
Die Folgen sind:
- Verkehrsbehinderungen,
- zusätzlicher Kraftstoffverbrauch,
- mehr Lärm,
- höhere Schadstoffemissionen.
Vorschlag: Mehr Einbahnstraßen dort einrichten, wo sie den Verkehrsfluss verbessern können.
3. Intelligente Ampelschaltungen
Oft stehen Fahrzeuge an einer roten Ampel, obwohl auf der Querstraße weit und breit kein Verkehr vorhanden ist.
Moderne Sensoren und Kameratechnik ermöglichen heute eine wesentlich flexiblere Steuerung.
Eine intelligente Ampel könnte:
- wartende Fahrzeuge erkennen,
- den Querverkehr überwachen,
- bei freier Kreuzung automatisch auf Grün schalten,
- gleichzeitig Fußgänger sicher berücksichtigen.
Eine kurze Verzögerung vor dem Umschalten verhindert Missbrauch durch zu schnelles Anfahren.
Vorschlag: Flächendeckender Einsatz intelligenter Ampelschaltungen.
4. Fahrräder stärker in den Straßenverkehr integrieren
Radfahrer sind besonders schutzbedürftig. Gleichzeitig kommt es immer wieder zu Unfällen, die auch auf mangelnde Verkehrskenntnisse oder Regelverstöße zurückzuführen sind. Hinzu kommen E-Bikes und E-Roller, die teilweise hohe Geschwindigkeiten erreichen.
Vorschläge:
- Einführung eines Versicherungskennzeichens für Fahrräder und E-Bikes,
- einfacher Verkehrsführerschein als Nachweis grundlegender Verkehrskenntnisse,
- akustisches Warnsignal (z. B. Summton) während der Fahrt, um insbesondere Fußgänger frühzeitig zu warnen.
Fazit
Nach Auffassung der DEUTSCHE-PARTEI-DP ließen sich mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen
- der Verkehrsfluss verbessern,
- Kraftstoff einsparen,
- CO₂-Emissionen reduzieren,
- die Lärmbelastung senken
- und die Verkehrssicherheit erhöhen,
ohne dass dafür hohe Investitionen erforderlich wären.
Aus Sicht der Partei werden viele dieser Möglichkeiten von der Politik bislang nicht genutzt. Statt den Verkehrsfluss zu verbessern, würden Maßnahmen ergriffen, die den Verkehr zusätzlich verlangsamen. Die Partei stellt deshalb die Frage, ob hierfür ideologische Motive oder Fehleinschätzungen verantwortlich sind.
Gerd-Uwe Dahlmann