{"id":811,"date":"2021-02-21T23:16:38","date_gmt":"2021-02-21T22:16:38","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=811"},"modified":"2021-12-27T13:17:01","modified_gmt":"2021-12-27T12:17:01","slug":"einfamilienhaus-ade","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=811","title":{"rendered":"Einfamilienhaus ade?"},"content":{"rendered":"<p>Einfamilienhaus ade? Vorstellung gr\u00fcner Politik<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gr\u00fcnen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat in einem Interview den zunehmenden Trend zum Bau von Einfamilienh\u00e4usern kritisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Magazin \u201eSpiegel\u201c sagte Hofreiter, \u201eEinparteienh\u00e4user verbrauchen viel Fl\u00e4che, viele Baustoffe, viel Energie, sie sorgen f\u00fcr Zersiedelung und damit f\u00fcr noch mehr Verkehr\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anla\u00df war die Entscheidung eines gr\u00fcnen Bezirksamtsleiters in Hamburg-Nord, wonach keine Einfamilienh\u00e4user mehr in neuen Bebauungspl\u00e4nen vorgesehen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein entwicklungsgeschichtlicher R\u00fcckblick ist an dieser Stelle sehr hilfreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist noch nicht allzulange her, da setzte geradezu eine Landflucht insbesondere der jungen akademisch gebildeten Landbev\u00f6lkerung in die St\u00e4dte ein, weil das Leben in der Stadt f\u00fcr junge Leute attraktiver und mit allen st\u00e4dtischen Annehmlichkeiten (u.a. Arbeitsumfeld, Kultur, Verkehrsanbindungen, Gastronomie und Nachtleben) verbunden war. Bei entsprechendem Einkommen spielte damals auch die H\u00f6he der zu zahlenden Mieten kaum oder eine nur untergeordnete Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber im Zuge des sich langsam vollziehenden Wirtschaftswandels und der Verdichtung und Verteuerung von Wohnraum in den Ballungsgebieten sehnen sich viele der damals abgewanderten, nunmehr \u00e4lter gewordenen \u201ejungen Leute\u201c wieder nach ihrer fr\u00fcheren l\u00e4ndlichen Idylle und suchen entsprechende Wohnbaufl\u00e4chen. Gerne gesehen sind in den l\u00e4ndlichen Gemeinden \u201estadtfl\u00fcchtige\u201c Eltern mit kleinen oder schon schulpflichtigen Kindern, die das Gemeindeleben bereichern sollen und k\u00f6nnen. Eine entsprechende Infrastruktur (z.B. Kinderg\u00e4rten, Schulen, Verkehrswege u.a.m.) war in den letzten Jahren in den l\u00e4ndlichen Gemeinden mit erheblichem finanziellen Aufwand aufgebaut worden, um der Landflucht entgegenzuwirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun die Forderung des Gr\u00fcnen-Fraktionschefs Hofreiter, aus den eingangs erw\u00e4hnten Gr\u00fcnden den Bau von Einfamilienh\u00e4usern (Hofreiter: \u201eEinparteienh\u00e4user\u201c) baurechtlich zu erschweren oder zu unterbinden. Die (kommunistische?) Ideologie der gr\u00fcnen \u201eVerbote-Partei\u201c zur Gleichmacherei scheint wohl nicht enden zu wollen. \u2013 Erinnert sei hier nur an die im Jahre 2013 gefassten \u201eVeggie-Day-Beschl\u00fcsse\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kritik kam prompt und zutreffend u.a. von dem SPD-Bundestags-abgeordneten S\u00f6ren Bartol (Hamburg) mit der Bemerkung \u201eDie Gr\u00fcnen sind an Populismus und Scheinheiligkeit wieder einmal nicht zu \u00fcberbieten\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen St\u00e4dte- und Gemeinde-bundes, Gerd Landsberg, meinte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) (Madsack-Gruppe, Hannover)) gegen\u00fcber, ein Verbot sei ein falsches Signal und \u201eDies gilt um so mehr, als wir eine zunehmende Tendenz feststellen, da\u00df die Menschen aus den Ballungsr\u00e4umen heraus wieder mehr in die l\u00e4ndlichen R\u00e4ume wollen. Gerade f\u00fcr Familien mit Kindern ist das Einfamilienhaus eine wichtige Perspektive\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Chef-Kommentator Matthias Koch der \u201eHannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) schreibt dazu am 15.02.2021 treffend: \u201eDie 15,9 Millionen Einfamilienh\u00e4user in Deutschland k\u00fcnden nicht von k\u00fchlen Analysen ihrer Bewohner. Sie sind Ausdruck eines Traums, den sie verwirklichen wollen, f\u00fcr sich und ihre Kinder.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sollten sich insbesondere die eingefleischten Gr\u00fcn-W\u00e4hler-Innen und gr\u00fcn angehauchten Wechselw\u00e4hler bei anstehenden Wahlen merken und vor Augen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Hans Steding, 16. Februar 2021<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfamilienhaus ade? Vorstellung gr\u00fcner Politik Gr\u00fcnen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat in einem Interview den zunehmenden Trend zum Bau von Einfamilienh\u00e4usern kritisiert. 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