{"id":495,"date":"2016-10-13T10:23:29","date_gmt":"2016-10-13T08:23:29","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=495"},"modified":"2016-10-17T09:31:03","modified_gmt":"2016-10-17T07:31:03","slug":"islam-und-rainer-kardinal-woelki","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=495","title":{"rendered":"Islam und Rainer Kardinal Woelki"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0Kategorie<\/strong>: Islam,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 13.10.2016<\/p>\n<p><strong>Eine Reaktion zur \u00c4u\u00dferung von Erzbischof Woelki zur Position der AfD-Spitze zum Islam<\/strong><br \/>\nMit folgendem Fernsehbeitrag vom 24.04.2016 nahm Rainer Kardinal Woelki, Erzbischof von K\u00f6ln, zur Haltung der AfD-Parteispitze zum Islam Stellung.<br \/>\nDas ist nicht unwidersprochen geblieben. Eine kritische Reaktion an den Erzbischof finden Sie unter dem Fernsehbeitrag<\/p>\n<p><strong><em>Rainer Kardinal Woelki, Erzbischof von K\u00f6ln<\/em><\/strong><\/p>\n<p>am 24. April 2016 in einem Fernsehbeitrag im \u201eDomradio K\u00f6ln\u201c<br \/>\nMuss man die AfD wirklich ernst nehmen? Ich bin ja bereit, die Sorgen und \u00c4ngste ernst zu nehmen, von denen, die der selbsternannten &#8222;Alternative f\u00fcr Deutschland&#8220; ihre Stimme gegeben haben. Die j\u00fcngsten Vorschl\u00e4ge der AfD-Parteispitze aber \u2013 finde ich \u2013 die kann man nicht wirklich ernst nehmen. Diese nennt den Islam eine &#8222;politische Ideologie&#8220;, die nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar sei.<\/p>\n<p>So, so.<\/p>\n<p>Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine ganze Religion, ja, eine der gro\u00dfen Weltreligionen, die wird hier in geh\u00e4ssiger Absicht an den Pranger gestellt. Ein Blick gerade in das Grundgesetz h\u00e4tte doch gereicht, um festzustellen, dass wir in unserem<br \/>\nLand &#8222;Religionsfreiheit&#8220; haben. Niemand darf bei uns aufgrund seines Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden. Weder Christen noch Muslime. Wer Muslime, so wie die AfD-Parteispitze, verunglimpft, der sollte sich klar machen, dass Gebetsh\u00e4user und Moschen hier genauso durch das Grundgesetz gesch\u00fctzt sind, wie unsere Kirchen und Kapellen.<br \/>\nWer &#8222;Ja&#8220; zu Kircht\u00fcrmen sagt, der muss auch &#8222;Ja&#8220; sagen zum Minarett. Auch wenn die Wiege des Islam genau so wenig in Europa liegt, wie die Wiege des Christentums, so sind beide Weltreligionen in ihrem friedlichen Miteinander hier in Deutschland und Europa inzwischen beheimatet.<\/p>\n<p>Die Religion des Islam ist hier in Deutschland also genauso mit dem Grundgesetz vereinbar, wie das Judentum oder das Christentum. Hier lassen gl\u00e4ubige Muslime, Juden und Christen sich nicht auseinanderdividieren. Jene aber, die die von unserem Grundgesetz garantierte Glaubens- und Religionsfreiheit in Frage stellen, die m\u00fcssen sich wohl selber die Frage stellen, ob sie mit ihren angstsch\u00fcrenden Forderungen den Boden des Grundgesetzes nicht l\u00e4ngst verlassen haben. Nein, solche Alternativen f\u00fcr Deutschland, die brauchen wir hier<br \/>\nwirklich nicht! Die Freiheit der Religionen in unserem Land ist ohne Alternative. Gerade unsere leidvolle deutsche Geschichte verpflichtet uns hier ganz besonders: Nie wieder d\u00fcrfen bei uns Menschen aufgrund ihrer Rasse, ihrer Herkunft oder Religion ausgegrenzt oder verfolgt werden!<\/p>\n<p>Ihr Rainer Woelki<br \/>\nErzbischof von K\u00f6ln<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li>Mai 2016<\/li>\n<\/ol>\n<p>Betreff: \u201eMuss man die AfD wirklich ernst nehmen?\u201c<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Kardinal Dr. Woelki,<\/p>\n<p>zu Ihrer Stellungnahme am 24. April 2016 im Domradio zum Thema \u201eMuss man die AfD wirk\u00adlich ernst nehmen?\u201c einige Anmerkungen und Fragen.<\/p>\n<ol>\n<li>Sie kritisieren \u201edie j\u00fcngsten Vorschl\u00e4ge der AfD-Parteispitze\u201c, weil sie den Islam eine \u201epolitische Ideologie\u201c genannt habe, die mit unserem Grundgesetz nicht vereinbar sei und sagen: \u201eEine ganze Religion, ja eine der gro\u00dfen Weltreligionen, die wird hier in geh\u00e4ssiger Absicht an den Pranger gestellt.\u201c<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn jemand der Ansicht ist, eine Religion sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, ist die\u00adse Meinungs\u00e4u\u00dferung durch Art. 5 GG gesch\u00fctzt. Insofern gilt auch f\u00fcr Sie, was Sie der AfD-Parteispitze vorhalten: \u201eEin Blick in das Grundgesetz h\u00e4tte doch gereicht, um festzustellen, dass wir in unserem Land\u201c nicht nur Religionsfreiheit, sondern auch Meinungsfreiheit haben.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem: Was ist an der Meinung geh\u00e4ssig, der Islam sei eine politische Ideologie? Wieso wird der Islam allein schon durch das Mitteilen dieser Meinung \u201ean den Pranger\u201c gestellt?<\/p>\n<p>Was halten denn Sie von einer Religion, die die Christen wegen ihrer Trinit\u00e4tslehre als \u201eL\u00fcg\u00adner\u201c (Koranvers 37,151) bezeichnet?<\/p>\n<p>Ist diese Diffamierung und sind weitere Diffamierungen der Juden und Christen im Koran nach Ihrer Meinung kommentarlos hinzunehmen?<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Spielt es f\u00fcr das Grundrecht auf Glaubensfreiheit eine Rolle, ob es sich um \u201eeine der gro\u00dfen Weltreligionen\u201c handelt? Und warum hat diese Religion so viele Mitglieder? Liegt es daran, dass das Verlassen des Islam mit dem Tode bestraft werden kann und auch bestraft wird? Liegt es daran, dass bei den unterworfenen V\u00f6lkern die finanziellen Daumenschrauben immer wieder so angezogen worden sind, dass viele Christen sich um des \u00dcberlebens willen nach und nach veranlasst sahen, Muslime zu werden?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ist Ihnen unbekannt, dass Muslime auch heutzutage Christen vorschlagen, dass sie ihnen, wenn sie kein Geld mehr h\u00e4tten, doch ihre T\u00f6chter \u00fcberlassen k\u00f6nnten? Fahren Sie nach Bagdad. Man wird Ihnen etliche F\u00e4lle nennen, in denen Angeh\u00f6rige dieser \u201egro\u00dfen Weltreligion\u201c so etwas zumindest vor 7 Jahren noch vorgeschlagen haben.<\/p>\n<p>Haben Sie noch nie etwas von Entf\u00fchrungen christlicher M\u00e4dchen in \u00c4gypten und in der T\u00fcrkei und deren Zwangsbekehrungen und Zwangsheiraten oder Vergewaltigungen vor laufender Kamera geh\u00f6rt? Einzelheiten \u00fcber die Lage in \u00c4gypten k\u00f6nnen Sie im Kopten\u00adkloster in Waldsolms-Kr\u00f6ffelbach, Hauptstr. 10, 35647 Waldsolms-Kr\u00f6ffelbach erfahren.<\/p>\n<p>Zu Mohammeds Zeit soll lediglich ein Volksstamm im heutigen Jemen den Islam freiwillig an\u00adgenommen haben, sp\u00e4ter ein weiterer Volksstamm in der S\u00fcdsee. Alle anderen derzeit islamischen Staaten seien mit kriegerischen Mitteln erobert und durchislamisiert worden wie z. B. die \u00fcberwiegend christliche Bev\u00f6lkerung in Nordafrika.<\/p>\n<p>Kennen Sie den umgekehrten Fall, dass die Bewohner eines Staates, die mehrheitlich muslimisch waren, nach und nach christlich geworden sind und schlie\u00dflich den Islam als Staatsreligion aufgegeben haben?<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Sie sprechen von der \u201eselbsternannten\u201c Alternative f\u00fcr Deutschland. Ist das im Blick auf andere Parteien in Deutschland etwas Besonderes oder gar unerlaubt oder unredlich? Be\u00adzeichnet sich die CDU etwa nicht selbst als \u201echristlich\u201c, die SPD nicht selbst als \u201esozial\u201c, die FDP etwa nicht selbst als \u201eliberal\u201c?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Und wie christlich, sozial bzw. liberal ist die Mehrzahl jener Mitglieder dieser Parteien, die bei der Gesetzgebung zur Abtreibung eine Abtreibung ungeborener Kinder nach einer Beratung f\u00fcr straffrei erkl\u00e4rt hat und daran festh\u00e4lt?<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Sie behaupten: \u201eDie Religion des Islam ist hier in Deutschland also genauso mit dem Grundgesetz vereinbar wie das Judentum oder das Christentum.\u201c Den Nachweis sollten Sie antreten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Denn meines Erachtens steht das Menschenbild des Koran in wesentlichen Punkten in un\u00fcberbr\u00fcckbarem Widerspruch zum Menschenbild des Grundgesetzes. Sie brauchen nur an die im Koran festgelegte mindere Rechtsstellung der Frau und aller Nichtmuslime zu denken, an die Todesstrafe (auch durch Steinigung oder Kreuzigung), an Verst\u00fcmmelungsstrafen, Billigung der Sklaverei, Frauentausch, Recht auf Selbstjustiz (ius talionis).<\/p>\n<p>Die gesamte Geschichte des Islam zeigt, dass Muslime, wenn sie die Macht dazu hatten bzw. haben, immer wieder den Forderungen des Koran-Allah entsprechen und Frauen und sog. Ungl\u00e4ubigen die Menschenrechte im Sinne der UN-Menschenrechtsdeklaration von 1948 verweigern.<\/p>\n<p>Lesen Sie die \u201eKairoer Erkl\u00e4rung \u00fcber Menschenrechte im Islam\u201c vom 5. August 1990. Darin ist von vielen \u201eMenschenrechten\u201c die Rede. Aber in den beiden Schlussartikeln 24 und 25 hei\u00dft es, dass alle diese Rechte und Freiheiten der islamischen Scharia unterliegen und sie der einzige Bezugspunkt f\u00fcr die Interpretation aller Artikel der Kairoer Erkl\u00e4rung ist.<\/p>\n<p>Damit ist das abendl\u00e4ndische Verst\u00e4ndnis der Menschenrechte einschlie\u00dflich der UN-Menschenrechtsdeklaration von 1948 abserviert.<\/p>\n<p>Die T\u00fcrkei geh\u00f6rt \u00fcbrigens zu den Erstunterzeichnern der \u201eKairoer Erkl\u00e4rung\u201c von 1990.<\/p>\n<p>Etliche Muslime verstehen korangem\u00e4\u00df unter Glaubensfreiheit etwas v\u00f6llig Anderes als unsere Verfassung. So wird das T\u00f6ten einer Person, die vom Islam abgefallenen ist, als \u201eBewahren der Menschenrechte\u201c bezeichnet, siehe die Ver\u00f6ffentlichung des Instituts f\u00fcr Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz vom 21. 7. 2005. <a href=\"http:\/\/www.islamweb.net\/ver2\/Fatwa\/ShowFatwa.php\">www.islamweb.net\/ver2\/Fatwa\/ShowFatwa.php<\/a><\/p>\n<p>Taqiya, Verschweigen, T\u00e4uschen zugunsten des islamischen Glaubens gilt als erlaubt; die Berechtigung dazu wird von Muslimen im Koranvers 16,106 gesehen. Sogar Maria, die Mut\u00adter Jesu, wird vom Allah des Koran darauf hingewiesen, dass sie sich auf ein Fasten mit Schweigen berufen solle, wenn sie nach der Herkunft ihres Kindes gefragt werde, vgl. Koran\u00adsure 19,26.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Nach dem Grundgesetz sind nicht nur religi\u00f6se, sondern auch weltanschauliche Bekennt\u00adnisse unverletzlich, Art. 4 Abs. 1 GG. Nach Art. 3 Abs. 3 GG darf niemand wegen \u201eseiner religi\u00f6sen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden\u201c.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bekanntlich berufen sich der Kommunismus und der Nationalsozialismus auf eine Weltanschauung.<\/p>\n<p>Was wollen Sie Kommunisten und Nationalsozialisten sagen, wenn die kommen und &#8211; wie die Muslime f\u00fcr den Islam \u2013 f\u00fcr sich ebenfalls Universit\u00e4ts-Lehrst\u00fchle zur Vermittlung der kommunistischen bzw. nationalsozialistischen Weltanschauung fordern und eine entsprechende Lehrerausbildung verlangen?<\/p>\n<p>Was wollen Sie sagen, wenn Kommunisten und Nationalsozialisten fordern, in den staatli\u00adchen Schulen ihre politische Anschauungen zu vermitteln, da ja auch Muslime in den staatli\u00adchen Schulen den Islam und damit ihre Anschauung von Staat und Gesellschaft bzw. der umma vermitteln d\u00fcrfen?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werden alle Lehrpl\u00e4ne f\u00fcr den Islamunterricht grundgesetzkonform formuliert sein. Das kann man auch mit Lehrpl\u00e4nen zur politischen Weltanschauung des Kommunismus und des Nationalsozialismus machen. Aber wer garantiert, dass nicht doch unter der Hand auch die menschenrechtswidrigen und verfassungsfeindlichen sowie strafrechtsrelevanten Lehren des Koran, des Kommunismus und des Nationalsozialismus gelehrt werden?<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Wenn Sie schon mal in den USA waren, werden Sie wohl etliche US-Amerikaner schwarzer oder dunkler Hautfarbe gesehen haben. Wenn Sie schon mal in der T\u00fcrkei und in Saudi-Arabien waren, werden Sie wohl kaum dunkelh\u00e4utige Personen angetroffen haben. Dabei haben Muslime seit Jahrhunderten in Schwarzafrika Sklavenjagden veranstaltet. Aber alle Sklaven, die f\u00fcr den muslimischen Markt bestimmt waren, seien kastriert worden, &#8211; wobei bis zu 80 % der Jungen und M\u00e4nner verblutet oder durch Wundinfektionen gestorben seien.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn schwarzafrikanische Harem-Sklavinnen Kinder geboren h\u00e4tten, seien die gew\u00f6hnlich schon unmittelbar nach der Geburt get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>Nach dem Koran hat Allah selbst dem Mohammed Sklavinnen zukommen lassen, die der selbstverst\u00e4ndlich auch sexuell nutzen konnte und bekanntlich auch benutzt hat, vgl. z.B. Koransure 33,50. Muslime sind der Meinung, dass ihnen staatliche Gesetze die Sklaverei auch weiterhin nicht verbieten k\u00f6nnen. Unterschriften muslimischer Staaten unter internationale Erkl\u00e4rungen zum Verbot der Sklaverei d\u00fcrften unter taqiya zu subsumieren sein.<\/p>\n<p>Ist Ihnen das alles unbekannt? Sie sagen ja in dem Interview: \u201eDie Religion des Islam ist hier in Deutschland also genau so mit dem Grundgesetz vereinbar, wie das Judentum oder das Christentum. Hier lassen gl\u00e4ubige Muslime, Juden und Christen sich nicht auseinanderdivi\u00addieren.\u201c<\/p>\n<p>Ich habe den Eindruck, dass Sie den Koran nicht gelesen haben, Hadithe nicht kennen und auch von den Raubz\u00fcgen und Sklavenjagden von Muslimen nicht allzu viel wissen.<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li>Sie halten sich an den vom Staat festgelegten Religionsbegriff. Meines Erachtens ist es brisant, in diesem Bereich dem Staat die sog. Kompetenz-Kompetenz einzur\u00e4umen, ihm n\u00e4mlich das Recht zu zuerkennen zu bestimmen, was eine Religion ist bzw. was zur Religionsfreiheit geh\u00f6rt. Ein Blick auf das derzeitige Umdeuten von Begriffen wie Ehe, Familie, Recht auf Leben auch beim Gesetzgeber \u201eDeutscher Bundestag\u201c sollte hellh\u00f6rig und vorsichtig machen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wer dem Staat das alleinige Recht einr\u00e4umt zu bestimmen, was eine Religion ist, darf sich nicht wundern, wenn das Christentum irgendwann von einem Staat wieder zur religio illicita, zur unerlaubten Religion, erkl\u00e4rt wird. Wer den Islam zu den Religionen im Sinne unserer Verfassung z\u00e4hlt, obschon der Koran Religionsfreiheit f\u00fcr andere Glaubensgemeinschaften ablehnt, darf sich nicht wundern, wenn Juden und Christen ein Daseinsrecht nur als dhimmis zuerkannt wird, siehe z. B. die Koransuren 3,104+110; 9,71; 5,45.<\/p>\n<p>Meines Erachtens ist vom Menschen aus zu fragen, was jedem als Mensch an Glaubensfrei\u00adheit, Gewissensfreiheit und Kultusfreiheit zukommt. All das wiederum l\u00e4sst sich nur beant\u00adworten, wenn zuvor die Frage nach dem Wesen des Menschen einigerma\u00dfen gekl\u00e4rt ist. Dass die katholische. Kirche an dieser Kl\u00e4rung arbeitet, ist mir bisher nicht bekannt geworden.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcge Ihnen einen Werbeflyer f\u00fcr ein im M\u00e4rz dieses Jahres erschienenes Buch zum Thema Islam bei. Im Artikel: \u201eDemokratie und Islam \u2013 Unvereinbarkeiten\u201c sind \u2013 ankn\u00fcpfend beim Menschenbild der Bibel und des Koran &#8211; Argumente zum Thema Demokratief\u00e4higkeit des Koran und damit des Islam zusammengestellt.<\/p>\n<p>Im \u201eDokumententeil\u201c des Buches finden Sie all jene Weisungen des Koran, die, wenn sie praktiziert werden, verfassungswidrig bzw. strafrechtsrelevant sind.<\/p>\n<p>Meines Erachtens ergibt sich aus dem Koran, dass der Islam nicht demokratief\u00e4hig ist und auch nicht werden kann. Denn das ginge nur, wenn Weisungen und Erlaubnisse Allahs missachtet w\u00fcrden. Und welcher \u00fcberzeugte Muslim wird dazu wohl bereit sein, zumal er dann ggf. auf \u201epers\u00f6nliche Freiheiten\u201c und finanzielle Vorteile verzichten m\u00fcsste und seinerseits als \u201eAbtr\u00fcnniger\u201c in Gefahr st\u00fcnde, von anderen Muslimen f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rt zu werden.<\/p>\n<p>Da Sie hinsichtlich der Demokratief\u00e4higkeit des Koran offensichtlich anderer Meinung sind, bin ich an Ihren Argumenten interessiert.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Reinhard Wenner<\/p>\n<p>Ass. jur., Dipl. Theol. Reinhard Wenner: Einige Jahre Referent und Dozent f\u00fcr Erwachsenenbildung in einer Akademie, danach im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz zust\u00e4ndig f\u00fcr Kirchenrecht und Kirchenrechtliche Dokumentation. Herausgeber des Loseblattwerks \u201eBeschl\u00fcsse der Deutschen Bischofskonferenz\u201c und der \u201eLeits\u00e4tze-Sammlungen\u201c zu kirchlichen Ehenichtigkeitsverfahren im deutschsprachigen Raum; mehrere Artikel im \u201eLexikon f\u00fcr Kirchen- und Staatskirchenrecht\u201c sowie Ver\u00f6ffentlichungen zu (staats-)kirchenrechtlichen Themen. Seit 15 Jahren verst\u00e4rkt besch\u00e4ftigt mit Menschenrechtsfragen, Christenverfolgungen und mit dem Islam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"30\">\n<li>Mai 2016<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sehr geehrter Herr Kardinal Dr. Woelki,<\/p>\n<p>Ihr Brief vom 18. Mai 2016 auf meinen Brief vom 12. Mai 2016 veranlasst mich, auf weitere Ungereimtheiten im Koran, auf verfassungsrechtliche Grunds\u00e4tze sowie Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>Sie schreiben, dass \u201eleider nicht zwischen dem Islam als abrahamitischer Religion und ei\u00adnem fundamentalistischen Islamismus\u201c unterschieden werde. Worin besteht denn der Unterschied? Worin unterscheidet sich ein Muslim, der die Weisungen des Korans treu gefolgt, von einem Muslim, der \u201eeinen fundamentalistischen Islamismus\u201c praktiziert.<\/p>\n<p>Wann kann eine Religion als \u201eabrahamitische Religion\u201c bezeichnet werden? Welche Kriterien muss sie erf\u00fcllen?<\/p>\n<p>Meines Erachtens ist die Bezeichnung \u201eAbrahamitische Religion\u201c als Oberbegriff f\u00fcr Judentum, Christentum und Islam irref\u00fchrend. Denn der Abraham und der Allah, von denen im Koran die Rede ist, haben in wesentlichen Bereichen nichts mit dem Abraham der Bibel und dem biblischen Gott gemeinsam. Nach der Genesis offenbart sich Gott dem Abraham, und Abraham ist ein Mann, der den Zusagen Gottes unbeirrt glaubt, n\u00e4mlich dass er einen ehelichen Sohn haben, der Vater vieler V\u00f6lker sein und Jahwe ihn ins Land der Verhei\u00dfung f\u00fchren werde.<\/p>\n<p>Im Koran dagegen wird dieser Glaube von Abraham nicht gefordert. Allah offenbart sich dem Abraham auch nicht und schlie\u00dft auch keinen Bund mit ihm \u2013 von einer diffusen Stelle im Koranvers 33,7 einmal abgesehen, in der von einem \u201eVertrag\u201c bzw. \u201eBund\u201c mit allen Propheten die Rede ist.<\/p>\n<p>Nach dem Neuen Testament kann der Koran keine neue bzw. erg\u00e4nzende Gottesoffenbarung enthalten und ist Mohammed nicht das \u201eSiegel der Propheten\u201c. Vielmehr ist nach dem Neuen Testament Jesus Christus das endg\u00fcltige und un\u00fcberbietbare Wort Gottes, vgl. zum Beispiel Joh1,1 ff. und Hebr. 1,2 f..<\/p>\n<p>Nach dem Koran ist umgekehrt das Christentum keine monotheistische und somit keine abrahamitische Religion. Denn die Christen glauben an einen dreifaltigen Gott. Sie gelten bei Muslimen deswegen als Tritheisten. Nach dem Koran sind die Christen, weil sie Allah einen Sohn zuschreiben, sogar f\u00fcr die H\u00f6lle bestimmt.<\/p>\n<p>Kennen Sie einen f\u00fchrenden islamischen Theologen in einem islamischen Land, z. B. einen sunnitischen Gelehrten der Kairoer Al Azhar-Universit\u00e4t oder einen schiitischen Ayatollah aus Quom, der im Blick auf Judentum und Christentum ebenfalls von abrahamitischen Religionen spricht?<\/p>\n<p>Sie schreiben: \u201eReligionsfreiheit gilt entweder ganz und f\u00fcr alle, oder sie gilt gar nicht \u2013 aber dann ist unser aller Weltanschauungs- und Meinungsfreiheit nichts mehr wert.\u201c<\/p>\n<p>Solch ein striktes Verst\u00e4ndnis von Religionsfreiheit hat Einiges f\u00fcr sich. Doch ist meines Erachtens auch diese Meinung auf Richtigkeit\/Stimmigkeit zu befragen. Wenn n\u00e4mlich im Rahmen der Religionsfreiheit alles erlaubt ist, f\u00fchrt das zu unertr\u00e4glichen Zust\u00e4nden.<\/p>\n<p>Zum Beispiel soll es bei den Azteken regelm\u00e4\u00dfig Menschenopfer gegeben haben. Neben dem Hauptgott Huitzilopochtli sollen weiteren 12 G\u00f6ttern Menschenopfer dargebracht worden sein. Was w\u00fcrden Sie sagen, wenn der G\u00f6tterglaube der Azteken wieder gro\u00dfen Zulauf f\u00e4nde und Personen sich freiwillig (!) f\u00fcr eine Opferung an einen Azteken-Gott zur Verf\u00fcgung stellten? W\u00fcrden Sie so etwas auch als Teil der Glaubensfreiheit gem\u00e4\u00df Art. 4 GG ansehen und verteidigen und evtl. als Vertreter der r\u00f6misch-katholischen Kirche an solch einem Menschenopfer teilnehmen?<\/p>\n<p>Das Bundesverfassungsgericht geht davon aus, dass auch die Glaubensfreiheit, die im Grundgesetz schrankenlos gew\u00e4hrleistet ist, dennoch Schranken unterworfen ist. Im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 8. 11. 1960 (BVerfGE 12,1 ff., hier S. 4) hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201eJedenfalls kann sich auf die Glaubensfreiheit nicht berufen, wer die Schranken \u00fcber\u00adtritt, die die allgemeine Wertordnung des Grundgesetzes errichtet hat. Das Grundge\u00adsetz hat nicht irgendeine, wie auch immer geartete freie Bet\u00e4tigung des Glaubens sch\u00fctzen wollen, sondern nur diejenige, die sich bei den heutigen Kulturv\u00f6lkern auf dem Boden gewisser \u00fcbereinstimmender sittlicher Grundanschauungen im Laufe der geschichtlichen Entwicklung herausgebildet hat. \u2026 Aus dem Aufbau der grundrechtli\u00adchen Wertordnung, insbesondere der W\u00fcrde der Person, ergibt sich, da\u00df Mi\u00dfbrauch namentlich dann vorliegt, wenn die W\u00fcrde der Person anderer verletzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Demnach w\u00e4re es also m\u00f6glich, einer Gemeinschaft, die sich als Religion versteht, religi\u00f6s gestattete oder religi\u00f6s sogar verlangte Verhaltensweisen zu verbieten.<\/p>\n<p>Das II. Vatikanische Konzil zum Beispiel schreibt in der Erkl\u00e4rung \u00fcber die Religionsfreiheit \u201eDignitatis Humanae\u201c vom 7. 12. 1965, das Recht auf religi\u00f6se Freiheit stehe nur jenen zu, die die \u201egerechte \u00f6ffentliche Ordnung\u201c wahren.<\/p>\n<p>In Nr. 2 (am Ende) hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201eSo bleibt das Recht auf religi\u00f6se Freiheit auch denjenigen erhalten, die ihrer Pflicht, die Wahrheit zu suchen und daran festzuhalten, nicht nachkommen, und ihre Aus\u00ad\u00fcbung darf nicht gehemmt werden, <strong>wenn nur die gerechte \u00f6ffentliche Ordnung ge\u00adwahrt bleibt<\/strong>.\u201c [Alle hervorgehobenen Texte stammen vom Schreiber des Briefes.]<\/p>\n<p>In Nr. 3 Absatz 4 hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201eEs geschieht also ein Unrecht gegen die menschliche Person und gegen die Ordnung selbst, in die die Menschen von Gott hineingestellt sind, wenn jemandem die freie Ver\u00adwirklichung der Religion in der Gesellschaft verweigert wird, <strong>vorausgesetzt, dass die gerechte \u00f6ffentliche Ordnung gewahrt bleibt<\/strong>.\u201c<\/p>\n<p>In Nr. 4 steht:<\/p>\n<p>\u201eDeshalb steht diesen Gemeinschaften, <strong>wenn nur die gerechten Erfordernisse der \u00f6ffentlichen Ordnung nicht verletzt werden<\/strong>, Rechtens die Freiheit zu, dass sie sich gem\u00e4\u00df ihren eigenen Normen leiten, der Gottheit in \u00f6ffentlichem Kult Ehre erweisen, ihren Gliedern in der Bet\u00e4tigung ihres religi\u00f6sen Lebens beistehen, sie durch Unterricht unterst\u00fctzen und jene Einrichtungen f\u00f6rdern, in denen die Glieder zusammenarbeiten, um das eigene Leben nach ihren religi\u00f6sen Grunds\u00e4tzen zu ordnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Bewahrung der \u201egerechten \u00f6ffentlichen Ordnung\u201c ist also nach \u201eDignitatis Humanae\u201c eine unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr das Aus\u00fcben einer Religion.<\/p>\n<p>Und was verstehen Muslime, die den Koran f\u00fcr verbindlich halten und sich an Mohammeds Verhalten orientieren, unter einer \u201egerechten \u00f6ffentlichen Ordnung\u201c? Die Herrschaft der islamischen Scharia.<\/p>\n<p>Wenn Muslime dem Koran folgen, werden sie Einschr\u00e4nkungen durch das Grundgesetz, das deutsche und internationale Strafrecht nur so lange akzeptieren, bis sie die Macht haben, ihr Verst\u00e4ndnis von den Menschenrechten durchzusetzen. Die Geschichte der 1400 Jahre Islam ist ein trauriger Beleg daf\u00fcr \u2013 Andalusien nicht ausgenommen, vgl. den Artikel von Eugen Sorg im schon genannten Buch \u201eFreiheit und Islam\u201c.<\/p>\n<p>Was tun Sie und Ihre Kollegen im Bischofsamt, damit die vom 2. Vatikanischen Konzil genannten Voraussetzungen f\u00fcr \u201edie gerechten Erfordernisse der \u00f6ffentlichen Ordnung\u201c bekannt bleiben und vertieft werden?<\/p>\n<p>Uns Deutschen hat man klar gemacht, dass wir die Verbrechen, die zum Beispiel w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus von Deutschen begangen worden sind, nicht vergessen d\u00fcrfen, &#8211; und das finde ich richtig. Hinsichtlich der Verbrechen, die durch Muslime begangen worden sind und immer noch begangen werden, gilt das offensichtlich nicht. Da sollen offenbar 1400 Jahre Juden- und Christenverfolgung, Hindu-, Buddhisten- und Animistenverfolgung, da sollen Raubz\u00fcge, Sklavenjagden, Knabenlese, Pogrome von Anh\u00e4ngern des Islam unbeachtlich sein.<\/p>\n<p>Jesus ist der Meinung: \u201eAn ihren Fr\u00fcchten werdet ihr sie erkennen.\u201c (Mt 7,16). Ich habe immer wieder den Eindruck, dass viele Leute die Fr\u00fcchte des Islam nicht sehen wollen.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen gen\u00fcgend Zeit, damit Sie sich mit Koran, Hadithen und Fatwas sowie mit der Geschichte des Islam befassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Reinhard Wenner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Kategorie: Islam,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 13.10.2016 Eine Reaktion zur \u00c4u\u00dferung von Erzbischof Woelki zur Position der AfD-Spitze zum Islam Mit folgendem Fernsehbeitrag vom 24.04.2016 nahm Rainer Kardinal Woelki, Erzbischof von K\u00f6ln, zur Haltung der AfD-Parteispitze zum Islam Stellung. Das ist nicht unwidersprochen geblieben. 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