{"id":348,"date":"2013-08-26T18:08:05","date_gmt":"2013-08-26T16:08:05","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=348"},"modified":"2016-02-15T18:20:09","modified_gmt":"2016-02-15T17:20:09","slug":"euro-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=348","title":{"rendered":"Euro, Teil I"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>Euro <\/u><\/strong><u>(<\/u><u>Teil I)<\/u><strong><u>:<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Was haben die \u201eWarner\u201c vor der Euro-Einf\u00fchrung gesagt und geschrieben?<\/p>\n<p>In einer \u201eEuro\u201c-Studie von Dr. Jens Ehrhardt f\u00fcr die Finanzwoche GmbH im Jahre<strong> 1997<\/strong> hei\u00dft es u.a.:<\/p>\n<p>\u2026<strong>Konvergenzkriterien<\/strong><\/p>\n<p>\u2026Die <strong><strong>Altverschuldungs\u00adgrenze <\/strong><\/strong>soll bei 60<strong><strong> %<\/strong><\/strong> liegen. Da sogar stabile L\u00e4nder, wie Holland, mit gut 78 % diese Grenze weit \u00fcberschreiten und Italien in den n\u00e4chsten Jahrzehnten nie eine Chance h\u00e4tte, der Europ\u00e4ischen W\u00e4hrungs\u00adunion mit 130 % Altverschuldung beizutreten, hat man dieses wichtige Konvergenzkriterium bereits praktisch gestrichen. Man mutet also den Deutschen zu, die eigene W\u00e4hrung mit L\u00e4ndern zu mischen, die eine Altverschuldung haben, die beim mehr als Doppelten der eigenen Verschuldung liegt.<a href=\"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Euro_2.png\" rel=\"attachment wp-att-349\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-349 alignright\" src=\"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Euro_2-300x234.png\" alt=\"Euro_2\" width=\"300\" height=\"234\" srcset=\"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Euro_2-300x234.png 300w, http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Euro_2-768x598.png 768w, http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Euro_2-1024x798.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Bundeskanzler behauptet ganz einfach, der EURO w\u00fcrde genauso stabil sein wie die DM, obwohl kein ernstzunehmender Wirtschaftswissenschaftler diese These unterschreibt. \u2026<\/p>\n<p>Wenn man f\u00fcr kurze Zeit die Neuverschuldung herunterf\u00e4hrt, wie in S\u00fcdeuropa &#8211; und dabei noch von Belgien \u00fcber Frankreich bis Italien Bilanzf\u00e4lschungen verwendet (vornehm ausgedr\u00fcckt \u201ekreative Buch\u00adhaltung\u201c, weniger vornehm auf englisch ausgedr\u00fcckt \u201eEuro-fudge\u201c) &#8211; dann f\u00fchrt dies in keinem Falle zu einer Gemeinschaftsw\u00e4hrung, in die die Welt Vertrauen setzt und die Stabilit\u00e4t bringt.<\/p>\n<p>Frankreich l\u00e4\u00dft z.B. einen zweistelligen Milliardenbetrag in H\u00f6he von 0,5 % des Bruttoinlandsprodukts von einem privatwirtschaft\u00adlichen Unternehmen an den Staat \u00fcberweisen (was die Neuverschuldung Frankreichs im f\u00fcr Maastricht entscheidenden Jahr 1997 um 0,5 % senkt). Im Gegenzug \u00fcbernimmt der franz\u00f6sische Staat die Pensionsverpflichtungen des Unternehmens &#8211; ein Betrag, der beim Vielfachen der \u00fcberwiesenen Summe liegt und die franz\u00f6sische Staatsverschuldung l\u00e4ngerfristig sogar betr\u00e4chtlich erh\u00f6ht. \u2026 Man k\u00f6nnte einen entsprechenden Vorgang auch ganz simpel als Betrugsversuch kennzeichnen. &#8230;<\/p>\n<p>Andere L\u00e4nder verkaufen ihre Goldreserven, um durch diesen Schritt die Verschuldung zu vermindern. Ebenfalls eine optische T\u00e4uschung. \u2026<\/p>\n<p>Andere Staaten verfallen auf den Trick \u201esell and lease back\u201c zur Bilanzsch\u00f6nung. Hier werden Verm\u00f6gens\u00adgegenst\u00e4nde verkauft und dann zur\u00fcckgemietet.<\/p>\n<p>\u2026 Italien macht die ganze Sache noch viel offensichtlicher. Man f\u00fchrt jetzt eine 1-j\u00e4hrige \u201eEuro-Steuer\u201c ein, um durch \u00a0h\u00f6here \u00a0Steuereinnahmen \u00a0den \u00a0Eindruck einer geringeren Neuverschuldung Italiens im Jahr 1997 erscheinen zu lassen. \u2026 (S.1 f.)<\/p>\n<p>Ein weiteres extremes Risiko (dem wirtschaftlich praktisch keine positive Chance gegen\u00fcbersteht) ist aus politischer Sicht die Gefahr, da\u00df genau das Gegenteil von dem passiert, was Kohl sich f\u00fcr Europa w\u00fcnscht (Frieden, Freiheit und vor allen Dingen Gemeinsamkeit). Europa w\u00fcrde mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit <strong>auseinanderdividiert<\/strong>, und es g\u00e4be erhebliche aggressi\u00adve Spannungen zwischen den V\u00f6lkern Europas, nach\u00addem die W\u00e4hrungsunion durchgesetzt w\u00fcrde. Die S\u00fcd\u00adeurop\u00e4er w\u00fcrden die Schuld an der wirtschaftlichen Depression in ihren L\u00e4ndern sowie dem Anstieg der Arbeitslosigkeit der \u201eLokomotive\u201c zur W\u00e4hrungsunion (Kohl bzw. Deutschland) in die Schuhe schieben. Schon heute besteht die Bef\u00fcrchtung in Frankreich und S\u00fcdeuropa, aber auch Gro\u00dfbritannien, da\u00df eine W\u00e4hrungsunion nur ein verdeckter Versuch der Deutschen w\u00e4re, sich in Europa eine Vormachtstellung zu verschaffen. \u2026(S. 5)<\/p>\n<p>In Europa w\u00fcrde man \u00fcber die Einf\u00fchrung eines \u201eEuro\u201c versuchen, das System fester Wechselkurse f\u00fcr S\u00fcdeuropa wieder einzuf\u00fchren. Die Erfahrung hat gezeigt, da\u00df solche festen Wechselkurse zu einem wirtschaftlichen Desaster f\u00fcr alle Beteiligten f\u00fchren k\u00f6nnen und keineswegs w\u00fcnschenswert sind.<\/p>\n<p><strong><strong>Fazit:<\/strong><\/strong> Die Einf\u00fchrung des \u201eEuro\u201c w\u00fcrde weder volkswirt\u00adschaftlich wachstumsm\u00e4\u00dfig, noch besch\u00e4ftigungs\u00adpolitisch dauerhaft positive Effekte haben. \u2026<\/p>\n<p>Wenn man nun eine einheitliche W\u00e4hrung f\u00fcr Europa einf\u00fchren w\u00fcrde, gibt es in S\u00fcdeuropa nur<strong><strong> eine einzige M\u00f6glichkeit <\/strong><\/strong>der Anpassung: Nominell r\u00fcckl\u00e4ufige L\u00f6hne. Angesichts der relativ gro\u00dfen Macht der Gewerkschaften in diesen L\u00e4ndern kann man sich vorstellen, was Lohnsenkungen (nicht nur real, auch nominell!!) in diesen L\u00e4ndern f\u00fcr soziale Unruhen ausl\u00f6sen werden. Nat\u00fcrlich werden diese L\u00e4nder die Schuld an dieser Entwicklung im Ausland (voraus\u00adsichtlich in Deutschland als \u201eEuro\u201c-Lokomotive) suchen.<\/p>\n<p>Eine <strong><strong>zweite M\u00f6glichkeit<\/strong><\/strong> w\u00e4re, da\u00df die Arbeits\u00adkr\u00e4fte aus diesen L\u00e4ndern in Hochlohnl\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft, wie Deutschland, massiv abwandern, um der schnell steigenden Arbeitslosigkeit in S\u00fcdeuropa zu entgehen. W\u00e4hrend in den USA zwischen den einzelnen Bundesstaaten eine massive Wanderung in jedem Jahr stattfindet, ist dies in Europa praktisch nur in sehr geringem Ausma\u00df gegeben<strong>.<\/strong> \u2026 (S. 9)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aufgrund von inflexibler Mentalit\u00e4t und Sprachbarrie\u00adren sind entsprechende Wanderungen nicht zu erwar\u00adten. \u2026<\/p>\n<p>Es bleibt nur eine <strong>einzige, dritte M\u00f6glichkeit<\/strong>:<\/p>\n<p><strong><strong>Ausgleichszahlungen<\/strong><\/strong> werden die massiv in den fr\u00fcheren Schwachw\u00e4hrungsl\u00e4ndern steigende Arbeitslosigkeit nach der \u201eEuro\u201c-Einf\u00fchrung ausgleichen m\u00fcssen. Dieses einzige Ventil d\u00fcrfte \u00e4hnliche, wenn nicht wesentlich h\u00f6here Ausma\u00dfe annehmen, als jetzt zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland. \u2026<\/p>\n<p>Ernstzunehmende Wissenschaftler gehen ganz klar davon aus, da\u00df dieser Aspekt des \u201eEuro\u201c in Europa zu einem Verfall der europ\u00e4ischen Idee und zu einer Eskalation von Feindseligkeiten zwischen den einzelnen L\u00e4ndern f\u00fchren wird. \u2026<\/p>\n<p>Die Versionen vom angeblichen Krieg, wenn der \u201eEuro\u201c nicht kommt, d\u00fcrfen eher wahr werden, wenn der \u201eEuro\u201c eingef\u00fchrt wird. \u2026 (S. 10)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Euro (Teil I): Was haben die \u201eWarner\u201c vor der Euro-Einf\u00fchrung gesagt und geschrieben? In einer \u201eEuro\u201c-Studie von Dr. Jens Ehrhardt f\u00fcr die Finanzwoche GmbH im Jahre 1997 hei\u00dft es u.a.: \u2026Konvergenzkriterien \u2026Die Altverschuldungs\u00adgrenze soll bei 60 % liegen. 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