{"id":1482,"date":"2026-03-02T20:47:35","date_gmt":"2026-03-02T19:47:35","guid":{"rendered":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=1482"},"modified":"2026-03-03T09:43:22","modified_gmt":"2026-03-03T08:43:22","slug":"die-teilung-der-erde-von-friedrich-schiller","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/deutsche-partei-dp.de\/?p=1482","title":{"rendered":"Die Teilung der Erde"},"content":{"rendered":"\n<p>(von Friedrich Schiller)<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00bbNehmt hin die Welt!\u00ab rief Zeus von seinen H\u00f6hen &#8211; Den Menschen zu. \u00bbNehmt, sie soll euer sein!<br>Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Lehen &#8211; Doch teilt euch br\u00fcderlich darein!\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Jedoch &#8211; seit der Mensch sesshaft wurde, kam es zu Streitigkeiten um Land und Besitz. Mit wachsender Bev\u00f6lkerung entwickelten sich daraus kriegerische Auseinandersetzungen. K\u00f6nigreiche und Imperien entstanden und k\u00e4mpften in Erbfolge- und Eroberungskriegen um Territorien und Einfluss. Reiterheere zogen pl\u00fcndernd durch L\u00e4nder, Glaubenskriege verw\u00fcsteten ganze Regionen und vernichteten V\u00f6lker und Kulturen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Entstehung von Nationalstaaten entstand auch der Nationalismus was neue Konflikte und Kriege mit anderen Staaten hervorrief. Auch wurden unterschiedliche Ethnien unter gemeinsame Herrschaft gezwungen, was wiederum B\u00fcrgerkriege nach sich zog. Diese Entwicklung gipfelte schlie\u00dflich in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Menschheit hat daraus nicht dauerhaft gelernt . <em>Was tun?, sprach Zeus!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auch heute stehen wir erneut vor einer Phase globaler Spannungen und Machtverschiebungen. Es entstehen klar erkennbare Machtbl\u00f6cke und Einflusszonen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vereinigten Staaten sind weiterhin die f\u00fchrende Weltmacht und beanspruchen erheblichen politischen und milit\u00e4rischen Einfluss, insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent und dar\u00fcber hinaus. Gleichzeitig ist China zu einer nahezu gleichrangigen Gro\u00dfmacht aufgestiegen. Es hat seinen Einfluss in Asien stark ausgeweitet und betrachtet gro\u00dfe Teile Ost- und S\u00fcdostasiens als seine strategische Einflusssph\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Russland hat nach dem Zerfall der Sowjetunion zun\u00e4chst an Einfluss verloren, versucht jedoch erneut, eine eigenst\u00e4ndige geopolitische Rolle zu festigen. Trotz gro\u00dfer nat\u00fcrlicher Ressourcen, milit\u00e4rischer St\u00e4rke und technologischer F\u00e4higkeiten steht es wirtschaftlich vor strukturellen Herausforderungen, insbesondere aufgrund seiner vergleichsweise geringen Bev\u00f6lkerungszahl und industriellen Abh\u00e4ngigkeiten in bestimmten Schl\u00fcsseltechnologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch andere Staaten gewinnen an Bedeutung. Indien entwickelt sich wirtschaftlich und milit\u00e4risch dynamisch, w\u00e4hrend L\u00e4nder wie Brasilien in S\u00fcdamerika, die T\u00fcrkei im Nahen Osten und Nigeria in Afrika das Potenzial haben, regionale F\u00fchrungsrollen einzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;In Ostasien bilden wirtschaftlich starke Nationen wie Japan und S\u00fcdkorea eigenst\u00e4ndige Machtzentren und versuchen, ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Japan, S\u00fcdkorea, die Philippinen, Indonesien, alles sog. Tigerstaaten, und selbst Nordkorea wollen gewiss nicht unter die Fuchtel Chinas geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was, wenn Nordkorea das chinesische System des kommunistischen Kapitalismus \u00fcbernimmt. S\u00fcdkorea l\u00e4sst gewisse Produkte bereits in Nordkorea herstellen. Der Wunsch beider Staaten nach einer Wiedervereinigung besteht immer noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Japan das wirtschaftlich st\u00e4rkste Land in der Region ist, k\u00f6nnte ein Machtblock unter der F\u00fchrung Japans entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu den Aufsteigern in Asien und der dritten Welt befindet sich Europa im Abstieg. Hohe Verschuldung, Deindustrialisierung, \u00dcberregulierungen und ideologische Denk- und Verhaltensweise sind der direkte Weg ins Abseits.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenn Deutschland seinen ideologischen Ballast abwirft und die Z\u00fcgel in die Hand nimmt, um die Staaten Europas zu f\u00fchren, kann Europa wieder eine Macht mit Einfluss werden &#8211; wenn nicht, wird es zum Spielball anderer.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland und Japan, die Weltkriegsverlierer, als F\u00fchrungsnationen zweier Machtbl\u00f6cke; was f\u00fcr eine historische Ironie!<\/p>\n\n\n\n<p>So erleben wir heute erneut eine Phase, die an Schillers \u201eTeilung der Erde\u201c erinnert. Die Welt wird nicht mehr physisch aufgeteilt wie in vergangenen Jahrhunderten, doch Einfluss, Macht und Ordnung werden neu verteilt. Neue Machtzentren entstehen, w\u00e4hrend alte ihre Stellung behaupten oder verlieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage bleibt dieselbe wie einst in der Dichtung: Welche Rolle wird den einzelnen Nationen \u2013 und letztlich dem Menschen selbst \u2013 in dieser neuen Ordnung zukommen?<\/p>\n\n\n\n<p>(Gerd-Uwe Dahlmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(von Friedrich Schiller) \u00bbNehmt hin die Welt!\u00ab rief Zeus von seinen H\u00f6hen &#8211; Den Menschen zu. \u00bbNehmt, sie soll euer sein!Euch schenk ich sie zum Erb und ewgen Lehen &#8211; Doch teilt euch br\u00fcderlich darein!\u00ab Jedoch &#8211; seit der Mensch sesshaft wurde, kam es zu Streitigkeiten um Land und Besitz. 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